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Best-Practice – Zukunftsmodelle für Thüringer Bibliotheken

Im Folgenden werden kurz beispielhafte Angebote aus Thüringer Bibliotheken vorgestellt. Um Redundanzen zu vermeiden, wird auf eine vollständige Vorstellung der Bibliotheken verzichtet.

Stadt-, Kreis- und Fahrbibliothek Apolda

Fahrbibliothek

Die neue Fahrbibliothek auf Tour

Es ist Montag, 08:30 Uhr, in Apolda, einer Kleinstadt in der Mitte Thüringens, Kreisstadt des Kreises Weimarer Land. Direkt zwischen Rathaus und Landratsamt in einem ehemaligen Schulgebäude gelegen befindet sich die modern und freundlich eingerichtete Bibliothek und öffnet ihre Pforten für die ersten interessierten Leser der neuen Woche.Es ist Montag, 08:30 Uhr, in Apolda, einer Kleinstadt in der Mitte Thüringens, Kreisstadt des Kreises Weimarer Land. Direkt zwischen Rathaus und Landratsamt in einem ehemaligen Schulgebäude gelegen befindet sich die modern und freundlich eingerichtete Bibliothek und öffnet ihre Pforten für die ersten interessierten Leser der neuen Woche. Seit fast zwei Jahren finden diese hier deutlich mehr Bücher, CDs, DVDs und Hörbücher vor als in vergleichbaren Stadtbibliotheken – knapp 63.000 Printmedien und 12.000 sogenannte Non-Book-Medien, also CDs, DVDs, Hörbücher und Videos. Das lässt sich vor allem auf den Zusammenschluss der Stadtbibliothek mit der Fahrbibliothek des Landkreises zurückführen, der zu Beginn des Jahres 2011 vollzogen wurde. Umgesetzt wurde die Zusammenführung der Bestände im Zuge der Verlegung der Bibliothek in ein größeres, technisch voll ausgestattetes und modernisiertes Gebäude. Zusätzlich wird eine Fahrbibliothek unterhalten, die regelmäßig die über 75 zum Landkreis gehörenden Gemeinden mit neuem „Lesefutter" versorgt. Auf diese Weise profitieren beide Parteien von der Zusammenführung, denn durch den größeren Medienbestand kommen sowohl Leser der bisherigen Kreis- als auch der Stadtbibliothek in den Genuss einer breiteren Auswahl. Besonders beliebte und viel nachgefragte Werke, die bei beiden Bibliotheken bereits im Bestand waren, sind nun mehrfach verfügbar, so dass der Leser die Chance hat, das heiß ersehnte, aber ständig verliehene Buch schneller in die Hände zu bekommen. Auch bei Neuerwerbungen macht sich bemerkbar, dass sowohl der Landkreis als auch die Stadt Apolda Mittel bereitstellen: Insgesamt können so mehr aktuelle Titel beschafft werden, die für die Bürger Anreize schaffen, sich als Nutzer zu registrieren. Für die Leser bietet sich zudem der Vorteil, dass sie ihre Bücher in der Hauptstelle der Bibliothek in Apolda oder auf dem Bücherbus abgeben und ausleihen können. So lässt sich beispielsweise der Behördengang zum Landratsamt zur Beantragung eines KfZ-Zeichens gleich mit einem Besuch in der nahe gelegenen Bibliothek verbinden, um sich neue Literatur auszuleihen, die dann später im heimischen Wohnort ganz bequem in der Fahrbibliothek zurück gegeben werden kann. Davon hat jedoch nicht nur der Leser einen Gewinn, auch die Bibliothek selbst profitiert vom vergrößerten Einzugsgebiet und spricht eine Vielzahl neuer potenzieller Nutzer an. Darunter befinden sich beispielsweise auch Schulen und Kindereinrichtungen des Landkreises, die an Führungen und Veranstaltungen teilnehmen, Bücherkisten ausleihen oder Vorlesewettbewerbe im Lesesaal durchführen können und so den Nachwuchs an die Bibliothek heranführen. Für die Zukunft ist geplant, auch im Bereich der Veranstaltungsarbeit stärker zusammen zu rücken und eine gemeinsame Veranstaltungsreihe zu etablieren, um nach außen klar das Bild einer Einheit von Stadt- und Kreisbibliothek zu festigen. Dabei sollen insbesondere die durch den Zusammenschluss zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen so verwendet werden, dass dem Bürger ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm geboten werden kann. Dieses wird sich thematisch durch das ganze Jahr ziehen, um die Bibliothek immer wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu stellen und damit weitere neue Leser zu gewinnen. (Schwalm)

Stadt-, Kreis- und Fahrbibliothek Apolda
Dornburger Str. 14 99510 Apolda
Ansprechpartnerin: Frau Schwalm
Telefon: 03644/650302
E-Mail: fahrbibliothek@apolda.de
Web: http://www.apolda.de/kultur_und_tourismus/kultur_und_freizeit/bibliothek/

Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt – Zweig- und Schulbibliothek Krämpfervorstadt

20.Oktober 2014

Die neue Fahrbibliothek auf Tour

Die Zweig- und Schulbibliothek Krämpfervorstadt der Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt ist ein kleines Medienzentrum in einem Stadtteil der Landeshauptstadt, untergebracht im Gebäude der Thomas-Mann-Schule, die die Grundschule 2 (300 Schüler aus 10 Nationen) und die Regelschule 1 (250 Schüler aus 22 Nationen) beherbergt. Abgesehen von den beiden Schulen werden noch weitere 5 Kindertageseinrichtungen mit versorgt. Die Bibliothek ist für alle Schüler ein Ort des Vertrauens und bietet neben Chancengleichheit auch den sozialen Ausgleich. Tagtäglich findet hier vor Ort der interkulturelle Dialog statt.

Neben ihrer Funktion als Schulbibliothek ist sie gleichzeitig auch öffentliche Bibliothek mit dem Haupt-Focus der generationen- und nationenübergreifenden Leseförderung. Mit 12.000 Medien, 30.000 Entleihungen, 160 Öffnungstagen und 200 Veranstaltungen pro Jahr (2011), 19 Wochenöffnungsstunden und täglich 200 Besuchern ist die Einrichtung fest verankert in ihrer Rolle als kulturelles Zentrum, als sozialer Treffpunkt, als Kommunikations- und Lernort und nicht zuletzt als Familienbibliothek für alle umliegenden Wohngebiete mit ca. 15.000 Einwohnern, insofern sie sich, sowohl in ihrem Medien- wie auch im Veranstaltungsangebot nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern auch an die Eltern, andere Erwachsene und an Senioren richtet.

Der Medienbestand ist durchweg thematisch aufgestellt und somit von allen Nutzergruppen intuitiv erschließbar. Das Medienangebot wird ergänzt durch zwei Computer- bzw. Internet-Arbeitsplätze und eine Spielecke. (Dr. Kusber)

Bibliothek Krämpfervorstadt
Hallesche Straße 18 (in der Regelschule 1)
99085 Erfurt
Ansprechpartnerin: Frau Stahl
Telefon: 0361/6551534
E-Mail: bibliothek.kraempfervorstadt@erfurt.de
Web: http://www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/sturb/standorte/110063.html

Die Greizer Bibliothek – real und virtuell

Webauftritt

Webauftritt Stadt- und Kreisbibliothek Greiz

Bibliotheken als Medien- und Kommunikationszentren können sich modernen WEB-Instrumenten nicht verschließen. Dabei setzt sich „Web 2.0 & Social Media" als Marketing-Begriff schlechthin durch.

Zwei Aspekte im Vorfeld:

Erstens sollte vor dem Einstieg ein aktiver, souveräner Umgang mit der eigenen Website erfolgt sein, gut dargestellte Inhalte, Image-Darstellung „Wer bin ich?". Zweitens, die eigenen Ziele müssen strategisch fest stehen, nicht alle Web-Instrumente kann man nicht gleichzeitig gut bedienen, Strömungen erfassen.

Die Stadt- und Kreisbibliothek Greiz versteht sich als „Netzwerker" modernster Medienkultur mit einem aktuellen, exklusiven Bestand an Büchern, Hörbüchern, Zeitschriften, Kinder- und Jugendliteratur, einer einzigartigen Musikbibliothek mit CD's und Noten jeglicher Couleur, e-Medien (ThueBIBnet und Munzinger Archiv) und virtuellen Welten. Durch den Aufbau von intensiven Strukturen und Verbindungen im Bildungs- und Kultursektor und lebendigen Kooperationen entwickelten wir uns zu einem wichtigen Bildungs- und Kommunikationszentrum in der Region. Unsere Website haben wir selbst gestaltet unter folgenden Kriterien: Image-Darstellung, Aufmerksamkeit erreichen, schnelle technische Lösungen, gut funktionierenden Web-OPAC, Aktualität.

Als Kommunikationszentrum haben wir uns schon 2007 mit unserem BLOG „Greiz.BIB-MitReden" virtuell geöffnet. So wurde die Nutzung sozialer Netzwerke die notwendige Konsequenz. Soziale Netzwerke, die wir nutzen: Facebook, Twitter, Greiz.BIB – MitReden, FlickR und YouTube.

Eines der erfolgreichsten Netzwerke ist z.Z. ist Facebook, unser Fokus ist hauptsächlich darauf gerichtet und flickR (Netzwerk Fotografie) – die Welt der Bilder.

Die Bibliothek als Kommunikationszentrum und Menschen „Ich-Sender" in sozialen Netzwerken kommunizieren aktiv. Selbstverständlich muss auch dieses Medium strategisch geplant sein, im Freunde-Sektor und inhaltlich. Unsere Bibliothek sucht im Umland entsprechende Akzeptanz, Menschen aller Altersgruppen der Region, Multiplikatoren und Leute aus der Kultur. Die Inhalte entsprechendem, Veranstaltungshinweise bzw. –einladungen, Buchtipps und Vermarktung von ThueBIBnet, der virtuellen Bibliothek.

Die Erfahrungen sind durchweg positiv, unsere Akzeptanz ist in der Region sowieso und „draußen" in der Welt enorm gestiegen, mehr junge Menschen nehmen an Veranstaltungen teil und, wir bleiben miteinander im Gespräch. (Gutmann)

Stadt- und Kreisbibliothek Greiz
Kirchplatz 4
07973 Greiz
Ansprechpartnerin: Frau Gutmann
Telefon: 03661/703425
E-Mail: bibliothek@greiz.de
Web: http://www.greiz.de/bildung-kultur/bibliothek.html

Das Netzwerk SchuBiNet der Ernst-Abbe-Bücherei Jena

Netzwerk

Netzwerk SchuBiNet

Das „Jenaer Netzwerk Schule und Bibliothek" ist seit 2006 eine Plattform für den lokalen Informationsaustausch zwischen Schulen, der Bibliothek und anderen Bildungseinrichtungen der Stadt. Ziel ist es, in der Zusammenarbeit mit den Jenaer Schulen eine neue Qualität zu erreichen und die Bibliothek als einen wichtigen Lern- und Bildungsort zu vermitteln. Dazu koordiniert die Ernst-Abbe-Bücherei Jena die Arbeit des lokalen Informationsnetzwerkes und schließt mit allen Interessierten Kooperationsverträge ab. Inhalt der Verträge sind konkrete Maßnahmen und Verpflichtungen beider Seiten, die im Verlauf eines Schuljahres realisiert und abgerechnet werden sollen. Im Jahr 2013 waren das 20 Kooperationsverträge. (red)

Ernst-Abbe-Bücherei Jena
Carl-Zeiss-Platz 15
07743 Jena
Ansprechpartnerin: Frau Dr. Kasper
Telefon: 03641/498152
E-Mail: eab@jena.d
Web: http://www.stadtbibliothek.jena.de/de/service/fuer_bildungseinrichtungen/359928

Stadt- und Kreisbibliothek Meinigen – Das Medien- und Kommunikationszentrum in der Region

Bibo Meiningen

Stadt- und Kreisbibliothek Meiningen

Die Bibliothek präsentiert sich als modernes Medien- und Kommunikationszentrum mit einem breiten und aktuellen Medienangebot, das digitale wie virtuelle Medien und Informationsmöglichkeiten selbstverständlich integriert. Der rasante Wandel der Informations- und Medientechnologie stellt auch die Stadt- und Kreisbibliothek vor immer neue Aufgaben, denn erfolgreiche Bibliotheksarbeit bedeutet überall dort präsent zu sein, wo Benutzer unterwegs sind.
Digitale Angebote wie die ThueBIBNet – die Thüringer Onlinebibliothek www.thuebibnet.de und der Web-Katalog www.bibliothek-meiningen.de – als unverzichtbares Rechercheportal, sind eine sinnvolle Ergänzung zur physischen Bibliothek. Die Stadt- und Kreisbibliothek versteht sich als kooperativer Bildungs- und Kulturpartner in der Stadt und Region und möchte junge Menschen immer wieder dazu animieren, sich lustvoll mit Texten und Literatur zu beschäftigen.

 


Beispiele abwechslungsreicher Leseförderung sind:

  • der Kibi-Pass für die Vorschulkinder
  • die geheimnisvolle Schatztruhe, die sich einmal im Monat mit vielen Überraschungen rund um das Buch öffnet
  • die Vorlesewettbewerbe
  • das Kung-Fu-Projekt als besonderes Literaturevent für Jungen
  • mit einem Detektiv auf Spurensuche in der Bibliothek
  • der Sommerleseclub

 

Die Lesereihe „Die Provinz greift nach den Sternen", eingebunden in die Frühlingslese Erfurt, das Thüringer Märchen- und Sagenfest und der Poetry Slam in Zusammenarbeit mit dem Lese-Zeichen e. V. sowie die Tagung der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin, Mainz e. V. sind als Veranstaltungen im überregionalen kulturellen Netzwerk fest integriert.

Die Tagungen der Anna-Seghers-Gesellschaft wurden für ein besonderes Projekt der Jugendarbeit genutzt. Schüler der Meininger Gymnasien stellten ihre Arbeiten zum Leben und Werk Anna Seghers öffentlich vor.

Auch in Zukunft möchte die Stadt- und Kreisbibliothek mit traditionellen und modernen Medien und ihrem Veranstaltungsprogramm, Menschen aller Altersgruppen aus verschiedenen sozialen Schichten erreichen und sich als unverzichtbare Bildungseinrichtung, als Informationsdienstleister und als kultureller Ort weiter profilieren. (Gramann)

Autor
Stadt- und Kreisbibliothek "Anna Seghers"
Ernestinerstr. 38
98617 Meinigen
Ansprechpartnerin: Frau Gramann
Telefon: 03693/502959
E-Mail: Bibliothek@meiningen.de

Internetquellen:
www.meiningen.de/Kultur/Bibliothek/
www.insuedthueringen.de/lokal/meiningen/kumgn/Mehr-junge-Leser-erreicht;art83445,1894325

Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda – Mittelpunktbibliothek

Bibo Sömmerda

Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda

Die Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda hat, neben vielen anderen Aufgaben, die Funktion einer Mittelpunktbibliothek. Sie agiert als wichtige Schaltstelle im Landkreis Sömmerda für drei weitere hauptamtliche und 11 nebenamtliche Bibliotheken. In regelmäßigen Zusammenkünften werden gemeinsame Projekte geplant, die Erwerbung abgestimmt und Neuerungen besprochen. Die Stadt- und Kreisbibliothek unterstützt die anderen Bibliotheken bei der Öffentlichkeitsarbeit und Autorenlesungen. Sie führt den Onlinekatalog, in dem alle Medien im Landkreis nachgewiesen sind. Als Kommunikationsplattformen nutzt die Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda auch Facebook und Twitter.

Zwischen Stadt und Landkreis gibt es eine Vereinbarung zur Funktion der Stadt- und Kreisbibliothek. Der Landkreis hält im Haushalt jährlich Mittel für Medienbeschaffung und Veranstaltungen vor. Damit gewährleistet sie als Mittelpunktbibliothek die Qualität der bibliothekarischen Arbeit in ihrem Versorgungsgebiet. (Leischner)

Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda
Weißenseer Str. 15
99610 Sömmerda
Ansprechpartnerin: Frau Leischner
Telefon: 03634/623092
E-Mail: bibliothek@dreysehaus.de
Web: www.dreysehaus.de/bibliothek

Stadtbücherei Suhl – Bibliothek mit Lobby und Ideen

Suhl

Stadtbücherei Suhl

„Bibliotheken sind geheime Fenster, durch sie kann man in andere Länder, Kulturen und Herzen schauen.“ Rafik Schami

In der Stadtbücherei Suhl ab es in der Woche vom 31.05. – 6.06.2014 allen Grund zum Feiern, eine Festwoche anlässlich ihres Doppeljubiläums – 110 Jahre Stadtbücherei Suhl und 10 Jahre „Suhler Lesewürfel".

In dieser Zeit wollte die Stadtbücherei für Aufmerksamkeit sorgen, sich verstärkt in den Mittelpunkt und das Bewusstsein der Bevölkerung rücken und als unverzichtbarer Ort der Literatur, der Bildung, des Lesens und Begegnens mit Wohlfühlcharakter wahrgenommen werden.

Dieses Vorhaben gelang nicht nur durch eine Vielzahl von Veranstaltungen bekannter und beliebter Autoren und Künstler sondern auch, gerade in der Planungs- und Vorbereitungs-phase, durch Kooperationen mit Partnern der Bibliothek.

Die Festwoche gab auch genügend Raum, den Blick in die Vergangenheit schweifen zu lassen. Die Geschichte und Entwicklung der Stadtbücherei bis in die heutige Zeit lies man Revue passieren.

In den 110 Jahren ihres Bestehens durchlebte die Bücherei Höhen und Tiefen. Sie öffnete in diesen Jahrzehnten nicht nur an 8 verschiedenen Standorten ihre Türen, auch die Funktionen und der Status der Bibliothek änderten sich im Wandel der Zeit.

Ein Meilenstein in der Geschichte der Bücherei war die Realisierung der Idee eines Neubaus. Trotz der in der heutigen, von finanziellen Engpässen geprägten Zeit wurde die Stadtbücherei – eine moderne aufsehenerregende Architektur in Form eines bunten Würfels aus Glas, Stahl und Beton - am 4.06.2004 seiner Bestimmung übergeben. Die Stadtbücherei Suhl war somit der erste Bibliotheksneubau in kommunaler Trägerschaft nach der Wende in Thüringen.

Ereignisreich blickt die Stadtbücherei auch auf die letzten zehn Jahre zurück. Gerade in diesem Zeitraum warteten die MitarbeiterInnen der Einrichtung immer wieder mit neuen Ideen und Projekten auf, um den hohen Standard der Bibliothek zu halten und trotz der schnelllebigen Entwicklung in unserem heutigen Informationszeitalter stets eine moderne, attraktive und unverzichtbare Einrichtung des Wissens, der Kultur, der Bildung und des Lernens zu sein.

Verstärkt Kooperationen mit Einrichtungen wie z.B. Kultur-, Bildungs- und sozialen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen vor Ort einzugehen, prägte verstärkt die Bibliotheksarbeit der letzten Jahre.

Besonders hervorzuheben ist ein Kooperationsprojekt mit der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB), bei dem im Herbst 2005 eine Nutzungsvereinbarung zugrunde gelegt wurde, um die originalen historischen Zeitungen „Henneberger Zeitung" und „Suhler Zeitung" des regionalkundigen Bestandes der Stadtbücherei sowie des Stadtarchivs zu digitalisieren und in der von der ThULB betriebenen University Multimedia Electronic Library of Jena (UrMEL) zu publizieren, zu speichern und zu verbreiten, um diese somit einer Vielzahl von geschichtlich interessierten Nutzern zugänglich zu machen.

Dies war ein erster Schritt in Richtung elektronische Medien in der Angebotspalette der Bibliothek für die Nutzer vorzuhalten. Einen weiteren und weitaus bedeutenderen Schritt, die Teilnahme am Onleihe-Verbund – dem Thüringer Bibliotheksnetz (ThueBIBnet) – hofft die Stadtbücherei Suhl im kommenden Jahr realisieren zu können.

Auch das aktuelle Thema „demografischer Wandel", laut Statistikprognosen wird die Stadt Suhl in den nächsten Jahren weiter stark betroffen sein, wird zukünftig eines der Aufgabenschwerpunkte der Bibliotheksarbeit sein, sieht dies die Stadtbücherei Suhl als Chance und Herausforderung für die Zukunft, die genutzt werden soll. Stecken doch schon einige Vorstellungen und Ideen in den Köpfen der Mitarbeiterinnen, um schwerpunktmäßige, kundenorientierte Bibliotheksarbeit zu leisten und zielgruppenspezifische Projekte zu realisieren.



Stadtbücherei Suhl
Bahnhofstraße 10
98527 Suhl
Ansprechpartnerin: Christina Kummer-Bolz
Telefon: 03681/743710
E-Mail: stadtbuecherei@stadtsuhl.de
Web: www.stadtbuecherei-suhl.de/

Unstrut-Hainich-Kreis – „Netzwerk Lesen“ Ideen und Konzepte vernetzen

Unstrut-Hainich-Kreis

Netzwerk Lesen

Am 01. Dezember 2010 hat sich offiziell das erste regionale Lesenetzwerk im Land Thüringen gegründet.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Mitarbeitern der Bibliotheken, des Staatlichen Schulamtes, des Büros „Kinderfreundlicher Landkreis" und des Jugendamtes der Kreisverwaltung mit dem Ziel, die vielfältigen Aktivitäten um die Förderung von Lesekompetenz und Lesemotivation im Landkreis zusammenzuführen.

Inzwischen konnten zahlreiche weitere Mitstreiter gewonnen werden, so zum Beispiel die örtlichen Buchhändler, einige Vereine, Vertreter der Wirtschaft sowie im überregionalen Bereich die Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken.

Mit einem Gesamtkonzept für die Region will das Netzwerk Aktivitäten, Impulse und Förderansätze sinnvoll aufeinander abstimmen und Angebote bündeln.

Damit kann dieses Netzwerk vielen engagierten Personen und Institutionen:

  • als Kommunikationsplattform für neue Ideen,
  • zum Informationsaustausch,
  • zur Veröffentlichung von Angeboten und
  • zum Finden von Partnern "Rund ums Lesen" dienen.



Zwei erfolgreiche Projekte:

1. „Leselotte will auf Reisen gehen"

Hinter der „Leselotte" verbirgt sich eine lustige Raupe, deren Körper aus vielen bunten aneinander geknöpften Stofftaschen besteht. In jeder Tasche steckt ein Buch und damit reisen insgesamt fünf „Leselotten" prall gefüllt durch Kindergärten und Grundschulen des Kreises. Die Raupen selbst wurden von der Akademie für Wirtschaft und Technik gefertigt, die Bücher konnten vom Netzwerk als Spenden bei Privatpersonen und Buchhändlern eingeworben werden.

2. Kamishibai – japanische Erzählkunst wiederentdeckt

Geschichten erzählen – Geschichten hören – von Geschichten lernen

Das Kamishibai hat seinen Ursprung in Japan und bedeutet so viel wie „Papiertheater". Buddhistische Mönche brachten mit Hilfe von Papiertafeln und Bildrollen dem einfachen Volk religiöse Weisheiten nahe und bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts zogen Geschichtenerzähler mit ihrem Kamishibai durch das Land und verdienten sich so ihren Lebensunterhalt.

Heute fasziniert das Erzähltheater Groß und Klein trotz – oder gerade wegen – der vielfältigen verfügbaren elektronischen Medien, verleiten die erzählten Bildergeschichten zum Sprechen, Erzählen, Kommunizieren und fördern so Sprachkompetenz und Erzählkultur.

In Folge einer großzügigen privaten Spende des Lionsklub Bad Langensalza an das „Netzwerk Lesen" konnten für den Landkreis zwei Kamishibai-Theaterrahmen erworben werden. Bildtafeln wurden gefertigt von der Medienwerkstatt des Förderzentrums, von Schülerpraktikanten und als Projekt im Kunstunterricht – mittlerweile stehen 12 Bildkartensets für den Verleih bereit.

Zu diesem Thema veranstaltete das Netzwerk in Zusammenarbeit mit den Koordinierungsstellen des Kreises insgesamt vier Weiterbildungen für Kindergärten, Erzieher im Hortbereich und Fördereinrichtungen. (Hornemann)

Medienzentrum Unstrut-Hainich-Kreis
Feldstraße 1
99974 Mühlhausen
Ansprechpartnerin: Frau Kohl
Telefon: 03601/427070
E-Mail: netzwerklesen-uhk@web.de
Web: www.netzwerklesen-uh-kreis.npage.de

Stadtbücherei Weimar – Wissen erobern – Schüler entdecken Weimarer Bibliotheken

Weimar

Stadtbücherei Weimar

Sechs Wissenschaftliche und Öffentliche Bibliotheken haben sich mit Schulen zusammengefunden, um den Schülern im Rahmen einer Seminarfacharbeit Informationskompetenz zu vermitteln. Eine Audimax-Vorlesung an der Bauhaus-Universität vermittelt den Einstieg und definiert Erwartungen. Teilnehmende Bibliotheken: Bibliothek Archäologie (TLDA), Bibliothek der Gedenkstätte Buchenwald, Bibliothek der Hochschule für Musik Franz Liszt, Bibliothek der Stiftung Ettersberg, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Stadtbücherei, Umweltbibliothek, Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität.


Stadtbücherei Weimar

Steubenstr. 1
99423 Weimar
Ansprechpartnerin: Frau Schnabel
Telefon: 03643 4825 12
E-Mail: petra.schnabel@stadtbibo-weimar.de
Web:  www.stadtbibo-weimar.de/

Projektleiterin: Frau Richter (Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität)Telefon: 03643/582805
Projekt: "Wissen erobern" und "Wissen vermitteln" mehr dazu unter: www.uni-weimar.de

Der Vorlesenachmittag und Lesepass in der Stadtbibliothek Sonneberg

Idee:
Die Stadtbibliothek Sonneberg nimmt seit 2013 an der bundesweiten Lesestart-Kampagne teil. Bei einer Weiterbildung zum Thema „Frühkindliche Leseförderung in der Bibliothek" wurde die Idee einer regelmäßig stattfindenden und von der Bibliothek selbst durchgeführten Vorlesestunde aufgegriffen. Zielgruppe der Aktion sind Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren.
Werbung:
Um eine monatliche Durchführung realisieren zu können, wurde auf verschiedenen Wegen für den Vorlesenachmittag geworben: Die örtlichen Kitas erhielten Aushänge, um die Eltern auf die Verteilung der Lesestartsets und den Vorlesenachmittag aufmerksam zu machen. Den Lesestartsets selbst wurde ein Infoblatt beigelegt und auch in der örtlichen Presse und auf den Internetseiten der Stadtverwaltung Sonneberg wurde über die Veranstaltungsreihe berichtet.
Vorbereitung:
Im Vorfeld wähle man das Bilderbuch, das vorgelesen werden soll, aus. Inhaltlich sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Buch sollte den Vorleser selbst begeistern und über großflächige Illustrationen verfügen, die in der Runde gut gezeigt werden können. Außerdem muss es Gesprächsanlässe bieten, da die Kinder aktiv in die Buchvorstellung einbezogen werden sollten.
Zu jeder Buchvorstellung gibt es außerdem eine kleine Mitmachaktion. Im Vorfeld müssen dazu Vorbereitungen getroffen werden, z. B. indem Bastelanleitungen herausgesucht oder Ausmalvorlagen angefertigt werden. Um den Materialbedarf zu ermitteln, sind Anmeldungen erforderlich. In den letzten Monaten wurden z. B. Schneeflocken aus Papier und Osterhasen aus Wellpappe gebastelt, Sternenbilder erfunden und Bilder mit Buchmotiven (aus)gemalt.
Der Vorlesenachmittag findet aktuell außerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek, an jedem ersten Freitag im Monat um 15 Uhr, statt und dauert zwischen dreißig und fünfundvierzig Minuten. Für die Lesestunde wird die reguläre, großzügige Veranstaltungsfläche der Bibliothek freigeräumt. Durch unsere großen Schaufenster werden dabei auch Passanten auf die Aktion aufmerksam. Da die Stadtbibliothek Sonneberg nicht über einen gesonderten Veranstaltungsraum verfügt und auch die Kinderbibliothek den erforderlichen Platzbedarf nicht hergibt, hat sich diese Variante bisher gut bewährt.
Erfahrungen:
In den letzten vier Monaten nahmen jeweils zwischen vier und neun Kinder mit meist einer Begleitperson am Vorlesenachmittag teil. Mittlerweile hat sich ein begeistertes Stammpublikum etabliert. Als Anreiz zur regelmäßigen Teilnahme wurde ein Lesepass entwickelt, in dem jeder Besuch abgestempelt wird. Nach den ersten vier Teilnahmen erhalten die Kinder ein kleines Geschenk. Dazu wurden der Stadtbibliothek Sonneberg kleine Prämien, wie z. B. Seifenblasenspender oder Ausmalhefte, von der Touristinformation Sonneberg, zwei örtlichen Krankenkassen und der Thüringer Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken zur Verfügung gestellt. Ist der erste Lesepass voll, wird der nächste überreicht, der auf acht Teilnahmen erweitert wurde. Die Praxis zeigt, dass die Kinder gerne wiederkommen und ihre Stempel eifrig und stolz sammeln. (Obermeier)

Stadtbibliothek Sonneberg
PF 100516, Bahnhofplatz 1, 96505 Sonneberg
Ansprechpartnerin: Nicole Obermeier
Telefon: 03675/880260
E-Mail
Web: http://sonneberg.de/buergerservice/kultur/bibliothek

Informationen zur Planung und Durchführung von Vorlesestunden:
Friedrich, Melanie: Handbuch Vorlesen / Melanie Friedrich. Norderstedt : Books on Demand, 2014. - 99 S. : Ill. ISBN 978-3-7347-3902-6
Lesestart-Webinare [Elektronische Ressource] / Referentinnen: Christine Kranz und Ulrike Weber. –
Mainz : Stiftung Lesen, [2015]. – Online-Ressource
http://www.lesestart.de/fuer-partner/fuer-bibliotheken/webinare/

Aktuelles

Wettbewerb "Deutscher Lesepreis"

Gemeinsam mit der Commerzbank-Stiftung vergibt die Stiftung Lesen bereits zum 5. Mal den Deutschen Lesepreis. Dabei werden Einreichungen in vier Kategorien prämiert:

  • Sonderpreis der Commerzbank Stiftung "Ideen für morgen"
  • Herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung
  • Herausragendes kommunales Engagement in der Leseförderung
  • Herausragende Leseförderung an Schulen

Bewerbungsfrist endet am 31.07.2017

Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.deutscher-lesepreis.de/der-deutsche-lesepreis/

Kontakt
Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken in Thüringen 

Schillerstr. 40
99096 Erfurt

tel icon 0361 / 26 28 93 70 bis 74

0361 / 26 28 93 79

Anfrage per E-Mail